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Friedliches Hospiz-Zimmer mit warmem Licht, Pflegebett am Fenster, Blumen auf dem Nachttisch

Pflege & Sterbebegleitung

Pflegegrad, Hospiz, Palliativmedizin und Sterben zu Hause — der umfassende Ratgeber für die letzte Lebensphase. Mit Pflege-Tipps, SAPV-Informationen und Unterstützung für Angehörige.

Hospiz-Zimmer mit Pflegebett am Fenster, warmes Licht
EINSTIEG

Die letzte Lebensphase würdevoll gestalten

Wenn die Heilung nicht mehr im Vordergrund steht, beginnt eine andere Phase: Palliativmedizin lindert Schmerzen und Symptome. Hospizdienste begleiten. Und die Möglichkeit, zu Hause zu sterben, ist mit der richtigen Vorbereitung real. Auf bestattung.de finden Sie alle Informationen, um diese Phase gut zu gestalten.
Nicht dem Leben Tage hinzufügen, sondern den Tagen Leben hinzufügen.
unbekannt
ZAHLEN & FAKTEN

Pflege & Sterbebegleitung in Zahlen

5
Pflegegrade in Deutschland
2300+
Hospize & Hospizdienste
80%
Menschen wollen zu Hause sterben
24/7
Hospiz-Notfall erreichbar
VERSORGUNGSFORMEN

Wo sterben Menschen in Deutschland

Häusliche Pflege durch Angehörige 63%
Ambulanter Pflegedienst 28%
Stationäre Pflege (Pflegeheim) 22%
Hospiz (ambulant/stationär) 8%
Palliativstation (Krankenhaus) 5%
Sterben zu Hause mit SAPV 12%
PRAXIS-TIPPS

8 Tipps für die letzte Lebensphase

01

Pflegegrad früh beantragen

Der Pflegegrad kann ab Pflegebedarf festgestellt werden — warten Sie nicht bis zur letzten Minute. Die Begutachtung durch den MD (Medizinischen Dienst) kostet nichts.

02

Patientenverfügung rechtzeitig erstellen

Festlegen, was am Lebensende medizinisch passieren soll und was nicht. Mit Vorsorgevollmacht eine Vertrauensperson benennen, die entscheidet, wenn man selbst nicht mehr kann.

03

Hospizdienste sind kostenlos

Ehrenamtliche Hospizdienste begleiten sterbende Menschen und ihre Familien — unabhängig von der Wohnform. Sowohl ambulant als auch im stationären Hospiz wird nur ein Eigenanteil fällig.

04

SAPV bei komplexer Schmerztherapie

Die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) ermöglicht professionelle medizinische Betreuung zu Hause — auch bei starken Schmerzen und komplexen Symptomen.

05

Pflegende Angehörige entlasten

Verhinderungspflege (bis 6 Wochen/Jahr), Kurzzeitpflege (bis 8 Wochen/Jahr) und Tagespflege geben pflegenden Angehörigen dringend nötige Pausen — die Pflegekasse zahlt.

06

Wünsche des Sterbenden ernst nehmen

Wo soll der letzte Lebensort sein? Wer soll dabei sein? Gibt es spirituelle Wünsche? Diese Fragen frühzeitig besprechen — nicht erst, wenn es zu spät ist.

07

Sterben zu Hause braucht Vorbereitung

Pflegebett, Medikamenten-Management, Notfallplan, Telefonnummern, Pflegedienst, Hausarzt — all das muss organisiert sein, bevor es akut wird.

08

Kinder und Sterben — ehrlich bleiben

Kinder spüren, wenn etwas nicht stimmt. Ehrliche, altersgerechte Aufklärung ist besser als Geheimnisse. Hospizdienste bieten auch Begleitung für Kinder an.

HÄUFIG GEFRAGT

10 Fragen zu Pflege & Sterbebegleitung

Palliativmedizin ist die medizinische Fachdisziplin zur Linderung von Symptomen bei schwerer Krankheit. Ein Hospiz ist eine Einrichtung für sterbende Menschen mit Fokus auf Begleitung, Symptomkontrolle und Lebensqualität. Palliativmedizin kann überall stattfinden, Hospiz ist ein bestimmtes Setting.

Antrag bei der Pflegekasse (bei der Krankenkasse) stellen. Der Medizinische Dienst (MD) begutachtet den Pflegebedarf anhand von 6 Modulen (Mobilität, kognitive/psychische Fähigkeiten, Verhaltensweisen, Selbstversorgung, Bewältigung krankheitsbedingter Anforderungen, Gestaltung Alltag). Pflegegrad 1–5 wird festgestellt.

Im stationären Hospiz zahlt die Pflegekasse den Großteil. Der Eigenanteil liegt bei ca. 10–15 € pro Tag — vergleichbar mit dem Pflegeheim-Eigenanteil. Zusätzlich Kosten für Unterkunft/Verpflegung. Ambulante Hospizdienste sind kostenlos.

Ja, mit der richtigen Vorbereitung ist Sterben zu Hause möglich. Wichtig: Hausarzt, Pflegedienst, SAPV-Team, Angehörige und ggf. ambulanter Hospizdienst. Etwa 80% der Menschen möchten zu Hause sterben — mit guter Vorbereitung ist das oft machbar.

Die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) ist eine ärztlich-pflegerische Versorgung für unheilbar Kranke zu Hause. Sie umfasst Schmerztherapie, Symptomkontrolle und psychosoziale Begleitung. Die Kosten übernehmen Krankenkasse und Pflegekasse.

Verhinderungspflege (bis 6 Wochen/Jahr), Kurzzeitpflege (bis 8 Wochen/Jahr), Tagespflege, Pflegeberatung, Selbsthilfegruppen. Burnout bei pflegenden Angehörigen ist ernst zu nehmen — Hilfe annehmen ist kein Versagen.

Eine Patientenverfügung legt fest, welche medizinischen Maßnahmen am Lebensende gewünscht sind und welche nicht (z. B. Wiederbelebung, künstliche Ernährung, Beatmung). Sie wird wirksam, wenn man selbst nicht mehr entscheiden kann. Kombiniert mit einer Vorsorgevollmacht.

Über das Hospizverzeichnis des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV), über die Pflegeberatung der Krankenkasse, über den Hausarzt oder über die Suche auf bestattung.de.

Palliativmedizin beginnt, wenn eine Krankheit nicht mehr heilbar ist und die Lebenserwartung begrenzt. Das ist nicht erst die letzte Lebensphase — Palliativmedizin kann parallel zu anderen Behandlungen stattfinden und verbessert die Lebensqualität.

Der Hausarzt oder der ärztliche Dienst stellt den Tod fest. Danach kann der Bestatter benachrichtigt werden — das Hospizteam unterstützt die Angehörigen in der ersten Phase der Trauer und beim Übergang zur Bestattung.

EMPFEHLUNGEN

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