Menü

Inserieren Sie in Ihrer Region

Präsentieren Sie Ihr Bestattungshaus, Ihre Steinmetzwerkstatt oder Ihren Blumenladen genau dort, wo Familien suchen.

Jetzt Inserieren
Todesfall im Ausland — feierliche Szene am Flughafen bei Sonnenaufgang
Im Notfall informiert

Todesfall im Ausland

Was tun, wenn ein Angehöriger im Ausland stirbt — Schritt-für-Schritt Anleitung, Kosten, Überführung, Konsulat. Alle Sofortmaßnahmen und Formalitäten verständlich erklärt.

24/7
Notfallhotline
190+
Länder
3.000–8.000 €
Überführungskosten
48h
Konsulat-Kontakt
Erste Hilfe im Ausland

Ein Todesfall im Ausland — was nun?

Stirbt ein Angehöriger im Ausland, treffen auf die Hinterbliebenen zahlreiche formale Aufgaben in einer emotional extrem belastenden Situation. Diese Seite führt Sie Schritt für Schritt durch alle notwendigen Maßnahmen — von der ersten Meldung bis zur Heimreise.

Ein Todesfall im Ausland unterscheidet sich von einem Todesfall in Deutschland durch zusätzlich behördliche Formalitäten. Der Totenschein des Gastlandes muss beschafft, übersetzt und vom Konsulat bestätigt werden. Die Überführung des Verstorbenen erfordert spezielle Bestatter, die den internationalen Transport beherrschen.

Die Kosten können ohne Versicherungsschutz schnell 10.000 Euro oder mehr erreichen. Eine Auslandsreisekrankenversicherung übernimmt häufig die Rückführung, eine Sterbegeldversicherung zahlt oft eine Pauschale. Wissen, welche Versicherung greift und welche Dokumente gebraucht werden, ist entscheidend.

Wichtigste Sofortmaßnahmen
  • Todesfall bei Polizei melden
  • Totenschein des Landes besorgen
  • Deutsches Konsulat kontaktieren
  • Bestatter vor Ort beauftragen
  • Versicherung benachrichtigen
  • Überführung organisieren
  • Dokumente für Deutschland beschaffen
Schritt-für-Schritt

Erste-Hilfe-Checkliste — Sofortmaßnahmen

In den ersten Stunden nach einem Todesfall im Ausland müssen mehrere Schritte in der richtigen Reihenfolge erfolgen. Diese Checkliste führt Sie durch alle wesentlichen Maßnahmen.

1

Todesfall melden

Örtliche Polizei oder Notrufnummer des Landes kontaktieren. Ohne polizeiliche Meldung wird kein Totenschein ausgestellt.

2

Totenschein besorgen

Den amtlichen Totenschein (Death Certificate) beim Arzt oder Gesundheitsamt des Landes ausstellen lassen. Mehrere beglaubigte Kopien anfertigen.

3

Deutsche Auslandsvertretung

Das zuständige deutsche Konsulat oder die Botschaft kontaktieren. Das Konsulat hilft bei Dokumenten und stellt die Sterbeurkunde für Auslandssterbefälle aus.

4

Bestatter vor Ort beauftragen

Einen Bestatter vor Ort beauftragen, der auf internationale Überführungen spezialisiert ist. Er organisiert die Formalitäten und den Transport.

5

Überführung oder Bestattung vor Ort

Entscheiden, ob der Verstorbene nach Deutschland überführt oder vor Ort bestattet werden soll. Diese Entscheidung beeinflusst die Kosten maßgeblich.

6

Versicherung benachrichtigen

Auslandsreisekrankenversicherung, Sterbegeldversicherung und Lebensversicherung unverzüglich benachrichtigen. Jede Police hat unterschiedliche Fristen.

7

Dokumente für Deutschland

Internationale Todesbescheinigung, beglaubigte Kopien des Totenscheins und alle weiteren Dokumente für die deutsche Behörde besorgen und übersetzen lassen.

8

Heimreise organisieren

Fluggesellschaft über die Überführung informieren. Bei Begleitung des Verstorbenen: spezielle Tarife für Trauernde nutzen. Bestatter koordiniert den Transport.

Kosten im Überblick

Was kostet ein Todesfall im Ausland?

Die Kosten für einen Todesfall im Ausland setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen. Die Überführung ist der größte Posten, aber auch Konsularkosten, Übersetzungen und der Bestatter vor Ort müssen einkalkuliert werden.

Feierlicher Sarg mit weißen Blumen — die Überführung erfordert sorgfältige Vorbereitung
KostenfaktorKostenspanneHinweis
Überführung aus Europa2.500–5.000 €Per Spezialfahrzeug oder Flugzeug
Überführung außereuropäisch4.000–8.000 €Immer per Flugzeug, plus Konsularformalitäten
Bestattung vor Ort1.000–5.000 €Oft günstiger als Überführung
Einäscherung vor Ort + Urnenüberführung1.500–4.000 €Urne kann als Fracht oder mit Begleitung
Konsularkosten50–200 €Sterbeurkunde, Beglaubigungen
Totenschein-Übersetzung50–300 €Beglaubigte Übersetzung erforderlich
Bestatter vor Ort500–2.000 €Vorbereitung, Transport, Formalitäten
Flugkosten Begleitperson300–1.500 €Sondertarife für Trauernde möglich

Wichtig: Ohne Versicherungsschutz können Gesamtkosten von 10.000 € und mehr entstehen. Eine Auslandsreisekrankenversicherung kostet jährlich nur 10–30 € und übernimmt die Rückführung häufig bis 10.000 €.

Stand 2026. Angaben als Richtwerte. Tatsächliche Kosten variieren je nach Land, Bestatter und Art der Überführung.

Benötigte Dokumente

Checkliste: Dokumente die Sie brauchen

Für die Überführung und die Abwicklung in Deutschland werden mehrere Dokumente benötigt. Fehlende Dokumente verzögern den Prozess erheblich.

Zentrales Dokument

Totenschein des Landes

Internationale oder lokale Todesbescheinigung des Gastlandes. Mehrere beglaubigte Kopien anfertigen lassen.

Identität

Reisepass des Verstorbenen

Der Reisepass oder Personalausweis wird für die Konsularbeurkundung benötigt. Das Konsulat veröffentlicht eine Sterbeanzeige.

Für Deutschland

Sterbeurkunde (deutsch)

Die deutsche Sterbeurkunde wird nach der Überführung vom Standesamt ausgestellt. Grundlage ist die internationale Todesbescheinigung.

Kostenübernahme

Versicherungspolicen

Auslandsreisekrankenversicherung, Sterbegeldversicherung, Lebensversicherung — alle Policen sammeln und sofort melden.

Vorsorge

Bestattungsvorsorgevertrag

Falls vorhanden: Der Vorsorgevertrag regelt Wünsche und sichert Preise. Beim Bestatter und der Versicherung anfragen.

Vertretung

Vollmacht für Bestattung

Falls nicht vorhanden: nachweisen oder vom Konsulat ausstellen lassen. Der Bestatter benötigt eine Vollmacht zur Durchführung.

Angehörige

Identitätsnachweis des Angehörigen

Reisepass oder Personalausweis des handelnden Angehörigen. Wird beim Konsulat und beim Bestatter benötigt.

Regionen-Guide

Überführung nach Region — Besonderheiten

Jede Region hat eigene Vorschriften, Kostenstrukturen und Besonderheiten bei der Überführung. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen je Weltregion.

Einfach

EU / Europa

2.500–5.000 €
Überführung

Einfachste Abwicklung: keine Visa-Probleme, EU-Bestattungspass ermöglicht freien Verkehr. Überführung per Spezialfahrzeug oder Flugzeug.

  • Kein Visum erforderlich
  • EU-Bestattungspass anwendbar
  • Kurze Bearbeitungszeit: 3–10 Tage
  • Deutsche Bestatter oft direkt tätig
Häufig

Türkei

3.000–6.000 €
Überführung

Häufiges Zielland. Islamische Bestattung vor Ort möglich. Überführung nach Deutschland etabliert, mehrere Bestatter spezialisert.

  • Islamische Bestattung möglich
  • Eingebürgerte Türken oft Überführung
  • Konsulat in Istanbul, Ankara, Izmir
  • Dauer: 5–14 Tage
Komplex

USA / Kanada

4.000–8.000 €
Überführung

Komplex: Embalming (Einbalsamierung) ist in vielen Bundesstaaten vorgeschrieben. Erhöhte Formalitäten und Konsularaufwand.

  • Embalming vorgeschrieben
  • Mehrere Dokumente erforderlich
  • Konsulat in mehreren Städten
  • Dauer: 1–3 Wochen
Verschieden

Asien

4.000–9.000 €
Überführung

Sehr unterschiedlich je nach Land. Oft ist eine Einäscherung vor Ort einfacher und günstiger als eine Überführung des Sarges.

  • Oft Einäscherung vor Ort
  • Urnenüberführung einfacher
  • Religiöse Vorschriften beachten
  • Dauer: 1–3 Wochen
Komplex

Afrika

5.000–10.000 €
Überführung

Komplex und oft langwierig. Infrastruktur und behördliche Abläufe variieren stark. Bestatter vor Ort unerlässlich.

  • Lange Bearbeitungszeit
  • Behördliche Hürden
  • Bestatter vor Ort essentiell
  • Dauer: 2–4 Wochen
Sehr teuer

Australien / Ozeanien

6.000–12.000 €
Überführung

Sehr teuer aufgrund der Entfernung. Quarantäne-Vorschriften und strenge Einfuhrbestimmungen erschweren die Überführung.

  • Quarantäne-Vorschriften
  • Strenge Einfuhrbestimmungen
  • Sehr lange Flugroute
  • Dauer: 2–4 Wochen
Wer zahlt was?

Versicherungs-Check — Welche Versicherung zahlt?

Nicht jede Versicherung greift bei einem Todesfall im Ausland. Hier finden Sie die Übersicht, welche Police welche Kosten übernimmt.

VersicherungLeistungHöhe der ÜbernahmeHinweis
AuslandsreisekrankenversicherungÜberführungbis 10.000 €Häufig inklusive, Meldung sofort erforderlich
SterbegeldversicherungPauschale1.000–10.000 €Oft unabhängig vom Sterbeort
LebensversicherungTodesleistungVersicherungssummeZahlt egal wo der Tod eintritt
Private HaftpflichtNur AusnahmenVariabelNur wenn Dritter verursacht hat
Kreditkarte (Premium)TeilweiseVariabelManche Premium-Karten decken Überführung ab

Tipp: Eine Auslandsreisekrankenversicherung kostet nur 10–30 € im Jahr und ist der wichtigste Schutz bei einem Todesfall im Ausland. Prüfen Sie, ob Ihre Police die Rückführung einschließt.

Hilfe vor Ort

Konsulate und Botschaften — Hilfe aus Deutschland

Das deutsche Konsulat oder die Botschaft ist die wichtigste Anlaufstelle bei einem Todesfall im Ausland. Es stellt Dokumente aus und hilft bei Formalitäten.

Klassische Botschaftsarchitektur — das Konsulat als wichtige Anlaufstelle im Ausland

Wie findet man das zuständige Konsulat?

Das zuständige Konsulat finden Sie über die Website des Auswärtigen Amtes. Geben Sie das Land und die Stadt ein, in der der Todesfall eingetreten ist.

Notfallhotline Auswärtiges Amt:

+49 30 1817

Die Hotline ist rund um die Uhr erreichbar und hilft bei der Kontaktaufnahme mit der zuständigen Auslandsvertretung.

  • Website: auswaertiges-amt.de
  • Konsulat stellt "Sterbeurkunde für Auslandssterbefälle" aus
  • Hilft bei der Suche nach einem Bestatter vor Ort
  • Vermittelt Kontakt zu deutschen Behörden
  • Kann Rückführungsleistungen bei Mittellosigkeit prüfen

Notfallhotline

+49 30 1817 — Rund um die Uhr erreichbar. Für akute Notfälle im Ausland.

Konsulat finden

Über auswaertiges-amt.de das zuständige Konsulat oder die Botschaft im Gastland suchen.

Sterbeurkunde

Das Konsulat stellt die Sterbeurkunde für Auslandssterbefälle aus — Grundlage für alle weiteren Schritte.

Häufige Fragen

Todesfall im Ausland — FAQ

Was kostet die Überführung eines Verstorbenen aus dem Ausland?

Die Kosten für eine Überführung hängen von der Region ab. Aus Europa kostet sie 2.500 bis 5.000 Euro, aus außereuropäischen Ländern 4.000 bis 8.000 Euro. Hinzu kommen Konsularkosten, Übersetzungen und der Bestatter vor Ort. Ohne Versicherung können Gesamtkosten von 10.000 Euro und mehr entstehen.

Welche Versicherung übernimmt die Kosten?

Die Auslandsreisekrankenversicherung übernimmt häufig die Rückführung mit bis zu 10.000 Euro. Sterbegeldversicherungen zahlen oft eine Pauschale unabhängig vom Sterbeort. Lebensversicherungen zahlen die Todesleistung egal wo der Tod eintritt. Manche Premium-Kreditkarten decken die Überführung ebenfalls ab.

Kann ich den Verstorbenen in Deutschland bestatten lassen?

Ja. Eine Überführung nach Deutschland ist grundsätzlich möglich. Voraussetzung ist ein ordnungsgemäßer Totenschein des Landes, eine internationale Todesbescheinigung und die Begleitung durch einen Bestatter. Die Überführung erfolgt per Flugzeug oder Spezialfahrzeug.

Was passiert, wenn die Versicherung nicht zahlt?

Wenn keine Versicherung greift, müssen die Angehörigen die Kosten selbst tragen. In Härtefällen kann das Sozialamt eine Sozialbestattung übernehmen, wenn keine zahlungsfähigen Angehörigen vorhanden sind. Die Kosten können aber auch aus dem Nachlass des Verstorbenen beglichen werden.

Wie lange dauert eine Überführung?

Aus europäischen Ländern dauert eine Überführung in der Regel 3 bis 10 Tage. Aus außereuropäischen Ländern kann es 1 bis 3 Wochen dauern, da zusätzliche Formalitäten wie Embalming, Konsularbeurkundung und Flugbuchung erforderlich sind.

Brauche ich ein Visum für die Einreise zur Bestattung?

Das hängt vom Land ab. Innerhalb der EU benötigen deutsche Staatsbürger kein Visum. Für viele andere Länder gibt es Sonderregelungen für Trauernde, die meist kurzfristig ausgestellt werden. Das zuständige Konsulat hilft bei der Beantragung.

Kann ich die Bestattung vor Ort durchführen lassen?

Ja, eine Bestattung im Ausland ist möglich. Die Kosten liegen bei 1.000 bis 5.000 Euro und sind damit oft günstiger als eine Überführung. Es müssen jedoch die Bestattungsvorschriften des jeweiligen Landes beachtet werden. Eine spätere Umbettung nach Deutschland ist aufwendig und teuer.

Was ist eine internationale Todesbescheinigung?

Die internationale Todesbescheinigung ist ein mehrsprachiges Dokument, das den Tod amtlich belegt und in Deutschland anerkannt wird. Sie wird vom Konsulat oder der örtlichen Behörde ausgestellt und ist Voraussetzung für die Überführung sowie für Anmeldungen bei Versicherungen und Behörden in Deutschland.

Was tun, wenn der Verstorbene keine Versicherung hatte?

Ohne Versicherung müssen die Angehörigen die Kosten tragen. War der Verstorbene in Deutschland ansässig, kann das Sozialamt unter bestimmten Voraussetzungen helfen. Eine Sterbegeldversicherung oder Auslandsreisekrankenversicherung wäre im Nachhinein nicht mehr abschließbar.

Kann das Sozialamt helfen?

Das Sozialamt kann eine Sozialbestattung übernehmen, wenn der Verstorbene in Deutschland ansässig war und keine zahlungsfähigen Angehörigen vorhanden sind. Bei Todesfällen im Ausland prüft das Sozialamt die Kostenübernahme im Einzelfall. Eine Überführung wird nur in begründeten Ausnahmefällen finanziert.

Benötigen Sie Hilfe?

Bestatter in Ihrer Region beraten Sie zur Überführung aus dem Ausland und unterstützen Sie bei allen Formalitäten. Finden Sie jetzt einen erfahrenen Bestatter.

Bestatter finden →